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Führung braucht Nachsicht

Veröffentlicht am 26.01.2020

Das neue Jahr ist noch keine vier Wochen alt und rein statistisch gesehen, sind die meisten Neujahrsvorsätze inzwischen wieder ad acta gelegt. Wie ist der Stand der Dinge bei Ihnen selbst? Hatten Sie sich etwas für 2020 vorgenommen? Wenn ja, wie steht es mit der Umsetzung, sei es im beruflichen oder privaten Alltag? 

Sicher bin ich in guter Gesellschaft mit dem Vorsatz, mehr Bewegung in meinen Alltag zu integrieren. Ich wollte es mit Nordic Walking versuchen, da ich das auch gut bei Geschäftsreisen ausüben kann. In der ersten Woche des frischen Jahres ging ich das Projekt hoch motiviert nach Plan an und schaffte fünf Einheiten. Das viel mir ganz leicht, denn ich hatte noch Urlaub! In der zweiten Woche waren es noch drei, in der dritten Woche zwei Einheiten. War es das mit meinem guten Vorsatz und was hat das nun mit Führung zu tun?

 

Auch in diesem Kontext verfolgen wir Ziele, wie zum Beispiel

-          als Führungskraft erfolgreicher zu werden,

-          Führungsinstrumente besser zu nutzen,

-          Mitarbeitende mit unserem Vorbild zu motivieren und

-          Veränderungen im Unternehmen umzusetzen.

Zugegeben, diese Ziele genügen nicht der SMART-Formel und könnten optimiert werden, so wie das Verhalten als Führungskraft, die Motivation der Mitarbeitenden und die Prozesse im Unternehmen …

 

Ich erlebe immer wieder, dass mit großem Elan an solche Verbesserungen herangegangen wird und sobald der erste Feuereifer verpufft ist und sich gewünschte Ergebnisse nicht schnell genug einstellen, die Projekte eingestellt werden. Das ist leider zu kurz gedacht, denn Veränderungen, ja auch Verbesserungen, brauchen Zeit und Nachsicht. Laut Hirnforschern müssen wir einen Vorgang 50-mal wiederholen, damit er zur (neuen) Routine wird! Beim Wiederholen werden wir Rückschläge erleben, Hindernisse aus dem Weg räumen und Korrekturen vornehmen müssen. Das kostet Energie, noch mehr Zeit und unsere Motivation leidet. Damit können wir nur gut umgehen, wenn wir Nachsicht mit uns selbst und anderen walten lassen und akzeptieren, dass selten im Leben alles gemäß Plan läuft. Nachsicht sorgt dafür, dass wir zum Beispiel

-          unsere Ziele nicht vorschnell aufgeben.

-          noch mal von vorne anfangen.

-          anderen eine zweite Chance geben.

-          Ressourcen mit Bedacht einsetzen.

 

Beim Walken habe ich noch einen langen Weg vor mir, bis es in meinem Alltag zu einer Routine wird.

Doch anstatt nach dem Motto „ganz oder gar nicht“ den Plan in die Schublade zu legen, nehme ich mir vor, meine Ziele gelassener und mit Nachsicht weiterzuverfolgen. Treffen wir uns in einem halben Jahr hier wieder zu einer Bestandsaufnahme? Ich würde mich freuen! 

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